Wer und Warum darf ein Handy orten?

Nur weil jedem die Angebote für die Durchführung einer Handyortung gemacht werden, heißt dies allerdings nicht, dass jeder bei jedem das Handy orten darf. Trotz der unklaren Gesetze und einer Veränderung, welche letztendlich zu einer Lockerung geführt hat, im Jahr 2009, ist es nicht gestattet, dass beliebige Handyortungen durchgeführt werden.

Wer darf wen orten?

  • Eltern ihre minderjährigen Kinder oder solange eine Vormundschaft besteht (bei geistiger Erkrankung länger)
  • Vermisste Personen von der Polizei, wenn Gefahr in Vollzug oder Lebensgefahr zu vermuten ist
  • Schwere Straftäter von der Polizei
  • Mitarbeiter durch den Chef29. handy-Spionage von Thomas Hammer  Fotolia

Welche Voraussetzungen bestehen bei der Ortung?

Auch bei den genannten Personengruppen darf eine Ortung nicht grundlos durchgeführt werden. Eine Ausnahme sich dabei die Minderjährigen, wo es jedoch eine Voraussetzung gibt.

  • Solange keine Zustimmung gegeben wurde dürfen Kinder und Jugendliche bis zu ihrer Volljährigkeit ausschließlich von ihren Erziehungsberechtigen geortet werden. Dies sollte allerdings ausschließlich zur Sicherheit dienen und nicht als Kontrollmittel eingesetzt werden.
  • Bei vermissten Personen ist es so eine Sache, da es zuerst fest stehen muss, ob diese festgehalten oder freiwillig untergetaucht sind. Die Gefahr in Vollzug ist dabei das Stichwort allerdings dies in einer solchen Situation nur schwer nachgewiesen werden. Am ersten Tag darf bei volljährigen Menschen nichts unternommen werden, da sie selbst entscheiden dürfen.
  • Selbst bei Straftätern, denen eine schwere Tat zur Last gelegt wird, muss eine richterliche Zustimmung vorliegen, die nicht nur die Erlaubnis zum Handy orten, sondern auch die Begründung enthält.
  • Eine schwer zu wertende, aber gesetzlich geregelte Situation ist die Ortung der Mitarbeiter, welches nicht unbedingt über das Privathandy, sondern über Firmenhandys oder Navigationssystem vorgenommen wird. Das Gesetz besagt, dass dies nur dann gestattet ist, wenn der Mitarbeiter darüber aufgeklärt und dies im besten Falle unterzeichnet hat.